Die häufigsten Fehler beim Website-Relaunch und wie man sie vermeidet

//Die häufigsten Fehler beim Website-Relaunch und wie man sie vermeidet

Schöner, nutzerfreundlicher, besser: Es gibt viele Gründe für einen Website-Relaunch. Aber eine optisch ansprechendere Website zieht nicht automatisch mehr Besucher an. Im Gegenteil, wird die Suchmaschinenoptimierung bei einem Relaunch nicht berücksichtigt, bekommt die Website im Anschluss womöglich sogar weniger Besucher als zuvor.

Welche Relaunch-Fehler am häufigsten entstehen und wie man sie vermeidet, haben wir im folgenden Relaunch-Ratgeber für Sie zusammengefasst.

Ab wann ist ein Relaunch überhaupt sinnvoll?

Bei einem Relaunch kann vieles schiefgehen – wer das verhindern möchte,  muss mit einen gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand rechnen. Vor dem Website-Relaunch sollten sich Betreiber daher fragen, ob dieser überhaupt notwendig ist und aus welchem Grund man einen Relaunch durchführen möchte.

Für einen Relaunch gibt es in der Regel folgende Gründe:

Relaunch für ein neues, schöneres Design

Designs ändern sich stetig und spätestens nach ein paar Jahren sieht man auch Websites an, dass sie etwas in die Jahre gekommen sind. Ein Relaunch kann jetzt also sinnvoll sein.

In jüngster Vergangenheit stand bei vielen Websites ein Relaunch an, weil ihr Design noch nicht für mobile Endgeräte optimiert war. Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte sowie die Umstellung Seitens Google, den Mobilen Index künftig vor dem Desktop Index zu verwenden, machen einen Relaunch unabdingbar.

Möchte man allerdings nur am Design etwas ändern, muss nicht immer die ganze Website neu aufgesetzt werden. Bei einigen Content-Management-Systemen wie zum Beispiel WordPress kann auch die Verwendung eines neuen Themes dabei helfen, die Website schöner und aktueller aussehen zu lassen. Alle Inhalte bleiben dann unter den gleichen URLs bestehen und die Daten bleiben auf dem Server liegen.

Ist das nicht möglich, steht ein umfangreicherer Relaunch an. Aber Achtung: Google findet nicht jeden Design-Trend sinnvoll. Texte hinter Aufklappelementen zu verstecken war ein solcher Trend – was für den Designer optisch ansprechend aussieht, betrachtet Google als „versteckte Inhalte“, die von der Suchmaschine weniger Beachtung finden als Text, auf den der Nutzer sofortigen Zugriff hat.

Auch OnePager sind so ein Beispiel: von Designern geliebt, von SEOs gehasst.

Als Webmaster sollten Sie daher Designer und SEOs zusammenbringen, damit diese das Design final abstimmen.

Relaunch aufgrund des Umstiegs auf ein neues CMS

Der Umstieg auf ein neues Content-Management-System ist ebenfalls ein häufiger Grund für einen Relaunch. Es gibt unzählige Content-Management-Systeme am Markt und nicht jedes CMS passt zu jeder Website. Die Auswahl des richtigen CMS ist schwierig und sollte daher bei einem Relaunch genau bedacht werden.

Folgende Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie auf ein neues CMS umsteigen möchten:

  • Hat das CMS meine benötigten Features?
  • Ist das CMS flexibel und für die Suchmaschinenoptimierung geeignet?
  • Kann ich selbst Änderungen am CMS vornehmen?
  • Erzeugt das CMS eine große Last und verlangsamt dadurch gegebenenfalls meine Seitengeschwindigkeit?
  • Wird responsive Design unterstützt?

Wer sich nicht sicher ist, welches Content-Management-System für die eigenen Anforderungen geeignet ist, kann auch hier einen SEO um Hilfe bitten. SEOs haben bei Websiteanalysen schon viele Content-Management-Systeme gesehen und bewertet, sodass sie entsprechende Empfehlungen aussprechen können.

Die häufigsten Relaunch-Fehler

Nachdem man sich für einen Website-Relaunch entschieden hat und ein geeignetes CMS sowie ein Design ausgewählt hat, geht es an den Bau der „neuen“ Website und den eigentlichen Relaunch. Auch hier lauern jedoch einige klassische Fehler, auf die Website-Betreiber gefasst sein sollten:

Umstieg auf eine neue Domain

Die alte URL war ohnehin nicht optimal oder die Website entwickelte sich in eine andere Richtung als gedacht? Ist die Wunsch-URL endlich frei, so möchten viele Website-Betreiber umsteigen. Ein solcher Umstieg auf eine neue URL ist allerdings selten sinnvoll, insbesondere dann, wenn die alte URL sich einen gewissen Trust (aufgebautes Vertrauen bei Google durch Beständigkeit der URL und bestehende Rankings) erwirtschaftet hat.

Trust ist ein wichtiger Rankingfaktor. Wenn Sie also eine URL haben, die Ihnen seit vielen Jahren gehört und unter der Ihre Website läuft, sollten Sie in der Regel nicht auf eine neue URL umsteigen.

Fehlende 301-Weiterleitungen

Bei einem Relaunch ändern sich häufig die URLs. Ändert sich auch nur ein Zeichen in der URL, so ist der alte Inhalt nach dem Relaunch unter einer neuen URL veröffentlicht. Google kennt von Ihrer Seite aber nur die alten URLs. Um der Suchmaschine dabei zu helfen die neuen Inhalte zu finden, sind 301-Weiterleitungen unabdingbar. Der Status „301“ sagt dabei aus, dass die URL weg ist, nicht mehr wiederkommt und der Inhalt jetzt unter der neuen URL zu finden ist. Verwechseln Sie dies also nicht mit dem Status „302“. Dieser suggeriert, dass der Inhalt nur kurzfristig an neuer Stelle zu finden ist und die alte URL irgendwann wieder zurückkommt.

Viele Webmaster denken, dass 301-Weiterleitungen sehr aufwendig sind, da jede einzelne alte URL zu jeder einzelnen neuen URL weiterleiten muss. Um es sich einfach zu machen, leiten viele Webmaster einfach alle Unterseiten zur Startseite weiter. Dies ist aber nicht sinnvoll, da jede Webseite für sich rankt und idealerweise jede Unterseite ein anderes Thema behandelt.

Um nicht für jede einzelne alte URL eine separate 301-Weiterleitung einrichten zu müssen, kann man aber auch mit regulären Ausdrücken arbeiten und so viel Zeit sparen.

Löschung relevanter Inhalte

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, dass während des Relaunches wichtige Inhalte gelöscht werden. Dies passiert beispielsweise aus Designsicht, mitunter werden aber auch Inhalte fälschlich gelöscht, weil man glaubt man benötigt sie nicht mehr. Die Begründung, die wir hier schon häufig gehört haben: „Die langen Texte passten nicht zu dem neuen Design unserer Website“ oder „Wir wollten weg von den Texten und hin zur Bildsprache“.

Was viele dabei missachten: Für Google zählt das Design der Website nur sehr wenig und Bilder sind zwar relevant, haben für Google jedoch deutlich weniger Aussagekraft als Text.

Wenn man Text oder Themen löscht, weil sie nicht mehr aktuell sind oder gar nicht mehr zur Website passen, ist das ok. Zu beachten ist jedoch, dass man für dieses gelöschte Thema in Zukunft wohl keine Relevanz in Suchmaschinen mehr erlangen kann.

Den Website-Relaunch immer unter SEO-Gesichtspunkten betrachten

Unser Fazit: Betrachten Sie den Website-Relaunch immer aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung, um keine Rankingverluste und damit Traffic-Einbußen zu erzielen. Suchen Sie sich einen erfahrenen SEO, der die Webentwicklung vor und während des Relaunches betreut.

Von |2018-03-16T14:54:02+00:0027. März 2017|SEO|