Warum zeigt Google Snippets, die nicht von meiner Website stammen?

Wie entstehen Google Snippets?

Für die Vorschau einer Website in den Suchergebnissen von Google nutzt der Algorithmus in der Regel die selbst vorgegebenen Informationen des Webmasters (die im HTML hinterlegten Meta-Daten) oder greift nach eigenem Ermessen auf Informationen direkt aus den Textinhalten der jeweiligen Website zurück. So entstehen die sogenannten Snippets, bestehend aus Title und Description.
Hin und wieder müssen Website-Betreiber allerdings feststellen, dass der genutzte Text im Snippet weder in den Meta-Daten hinterlegt ist noch im Text der Website vorkommt. Das führt verständlicherweise zu Irritationen – woher nimmt Google die Inhalte stattdessen?

Snippets aus externen Daten

Tatsächlich ist es ebenfalls möglich, dass Google sich dazu entscheidet, die Snippets aus externen Daten zu generieren. Das lässt sich beispielsweise an Satzstellungen erkennen, die so gar nicht auf der eigenen Website enthalten sind, aber auch an anderer Nutzung von Groß- und Kleinschreibung.
Laut John Müller kann es dafür verschiedene Gründe geben, zum Beispiel Erwähnungen an verschiedenen anderen Stellen im Web. Dass Google sich überhaupt dafür entscheidet, eine externe Quelle zu nutzen, kann darauf zurückzuführen sein, dass die eigenen Daten etwa zu lange Titel und Descriptions generieren würden und die Suchmaschine dementsprechend versucht, kürzere Versionen bereitzustellen.


Externe Texte, insbesondere Zitate oder Linktexte, können sich demnach auf die Suchergebnisse und die Darstellung der Snippets auswirken.

Google Bombing

Ähnlich geht man auch beim sogenannten Google Bombing vor. Dabei handelt es sich um ein Vorgehen, um die eigene Website künstlich zu verbessern und im Suchmaschinenindex weiter nach oben zu befördern. Sinn des Google Bombings ist es, dass eine Seite für einen Begriff rankt, der so gar nicht auf der Website selbst vorkommt. Gerade im politischen Kontext wird Google Bombing gern genutzt, etwa um einen Politiker mit einem negativ behafteten Begriff in Zusammenhang zu bringen. Populärstes Beispiel der jüngeren Vergangenheit: US-Präsident Donald Trump. Dieser erschien innerhalb der Bildersuche auf sämtlichen oberen Plätzen, sobald ein User über Google nach „Idiot“ suchte.