Warum W-Fragen-Tools für SEO so wichtig sind

Mit sogenannten W-Fragen-Tools lassen sich Fragen ermitteln, die Nutzer direkt an Google stellen. Warum diese Fragen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wichtig sind und wie du diese für die Content-Erstellung nutzen kannst, erfährst du hier.

In keiner anderen Situation traut man sich, so ehrlich zu fragen wie wenn man alleine vor dem Suchschlitz von Google sitzt: Was ist das Bruttoinlandsprodukt? Wie funktioniert das Internet? Warum ist der Himmel blau? – Fragen, die man sich sonst vielleicht nicht zu fragen traut, können in der Suchmaschine offen gestellt werden. Gegenüber Google ist uns das nicht ganz so peinlich, insofern fragen wir einfach drauflos. Dass die Anzahl an ausformulierten Fragen in der Google-Suche zunimmt, hat jedoch noch einen weiteren Grund: die Sprachsuche. Man ist ja schließlich höflich und so bellt man nicht einfach „beste Pizza Hannover“ in sein Smartphone, sondern fragt: „Wo gibt es die beste Pizza in Hannover?“

Was sind W-Fragen-Tools?

W-Fragen-Tools greifen auf eine Schnittstelle von Google zurück und filtern aus den Suggest-Ergebnissen alle Suchanfragen heraus, in denen sich ein Fragewort befindet. In anderen Worten: Hier werden Long Tail Keywords vom feinsten ermittelt. Wenn du die Fragen deiner Nutzer kennst, greife sie auf und beantworte sie kompetent.

Fragen auf der Google-Suchergebnisseite

Dieses Prinzip hat auch Google verstanden und integriert Fragen: Mittlerweile veröffentlicht Google auf der Suchergebnisseite Fragen, die Nutzer zuvor zu dem eingegebenen Keyword gestellt haben. Die entsprechende Box mit der Überschrift „Nutzer fragen auch“ bietet nicht nur dem Nutzer einen hohen Mehrwert, sondern auch uns SEOs.

Kostenlose W-Fragen-Tools

Die Nutzer-fragen-auch-Box verschafft dit, wenn sie denn zu deinem Haupt-Keyword ausgespielt wird, schon einen ersten guten Überblick. Trotzdem solltest du im Rahmen der Keyword-Recherche weitere Tools zu Rate ziehen. Es gibt online zahlreiche W-Fragen-Tools, die kostenlos und ohne Log-in verwendet werden können. Zwei davon möchte ich hervorheben:

W-Fragen-Tool

W-Fragen-Tool

Das W-Fragen-Tool ist übersichtlich. Sowohl was die Darstellung als auch die Anzahl der Ergebnisse betrifft. Sehr praktisch in diesem Tool ist der angebotene CSV-Export. Außerdem ist ein unkomplizierter Absprung in das kostenlose WDF*IDF Analyse-Tool möglich. Achtung: Wenn du eigentlich „nur“ auf der Suche nach Fragen zu deinem Haupt-Keyword bist, springst du hier sehenden Auges in ein Kaninchenloch, aus dem du aller Wahrscheinlichkeit nach nicht so schnell wieder herausfindest. Falls das zu negativ klingt: Durch diesen „Umweg“ gewinnst du natürlich weitere wertvolle Erkenntnisse, die deinen Text noch besser machen.

Answer the Public

W-Fragen-Tool Answer The Public

Der unfreundlich wirkende Mensch auf der Startseite des W-Fragen-Tools Answer the Public ist der beste Freund und Helfer, den du dir in Sachen W-Fragen-Recherche wünschen kannst. Wichtig: Vergiss nicht, die Spracheinstellung korrekt einzustellen. Lass dich von der Menge der Daten nicht abschrecken! Und auch die Mindmap-Darstellung mag für einige auf den ersten Blick überfordernd sein – diese kannst du jedoch umgehen, indem du von „Visualisation“ auf „Data“ wechselst. Neben den Fragen listet dir dieses W-Fragen Tool zusätzlich Suchanfragen mit Präpositionen, Suchanfragen, die Vergleiche beinhalten, sowie „klassische“ Suggest-Ergebnisse.

Wichtiger Hinweis zu den Fragen, die du mit Hilfe der kostenlosen W-Fragen-Tools ermitteln kannst: Die Tools zeigen dir nur, DASS eine Frage gestellt wird – nicht aber, WIE HÄUFIG sie gestellt wird. Wenn du über ein gut genutztes GoogleAds-Konto auf den Keyword-Planer zugreifen kannst, solltest du das Suchvolumen dieserFragen überprüfen, um datenbasiert eine Auswahl bzw. Priorisierung vornehmen zu können.

Weitere kostenlose SEO-Tools findest du übrigens in dem Artikel „Kostenlose SEO-Tools für Texter“.

W-Fragen mit kostenpflichtigen Tools ermitteln

Diverse kostenpflichtige Tool bieten ebenfalls die Möglichkeit, W-Fragen zu ermitteln. Welchen Mehrwert bieten diese kostenpflichtigen Tools? Im Question Tool von Seolyze beispielsweise bekommst du zu den Fragen direkt das Suchvolumen mitgeliefert, außerdem ist auch Google Trends integriert und du kannst bequem auf die SERPs der jeweiligen Frage abspringen. Praktisch ist auch die komfortable Export-Funktion des Tools.

Einen ganz anderen spannenden Ansatz verfolgt das Tool termlabs mit seinem Question Finder: Hier werden nicht die Fragen gelistet, die die Nutzer an Google stellen, sondern Fragen, die bereits online veröffentlicht wurden. Darunter zahlreiche Fragen von Nutzern aus Foren. Für das Brainstorming und die Content-Planung ist diese Funktion extrem hilfreich. Denn – ich kann es nicht oft genug betonen – wir erstellen und optimieren Texte nicht für die Suchmaschine, sondern für den Nutzer. Suchintention und Suchinteresse des Nutzers kennenzulernen und zu hinterfragen ist wichtiger Bestandteil der Keyword-Recherche.

SEO: W-Fragen Tools zur Keyword-Recherche nutzen

Die Ergebnisse aus der Keywords-Recherche mit W-Fragen-Tools sind gleich auf zwei Ebenen hilfreich:

  1. Du bekommst einen guten Eindruck von den verschiedenen „Problemen“ des Nutzers zu einem gewissen Thema und kannst dadurch Suchintention und Suchinteresse besser einschätzen. Unter anderem kannst du anhand der Fragen auch die verschiedenen Unterbereiche eines Themas erkennen und deinen Text entsprechend strukturieren und thematisch gliedern.
  2. Du erhältst gegebenenfalls eine Liste an Long Tail Keywords in Form von Fragen, die du sinnvoll in deinen Text integrieren kannst. Fragen eignen sich zum Beispiel ideal als Zwischenüberschriften. Solange du keine FAQ verfasst, gilt: Fragen sparsam und gezielt einsetzen. Dein Text will schließlich nicht mehr Fragen aufwerfen als er beantwortet.