„Alle Jahre wieder“… überrascht uns Google verlässlich mit einem neuen Update vor der Weihnachtszeit und wirbelt die Rankings der SERPs kräftig durcheinander. Auch in diesem Jahr ist in dieser Hinsicht einmal mehr Verlass auf die Suchmaschine, das bestätigte unlängst auch der SEO-Dienstleister Sistrix in einem ausführlichen Beitrag.

Kein klassisches Penalty-Update

Die ermittelten Daten von Sistrix zeigen auf, dass die ersten Tage des Novembers für allerhand Veränderungen in den Suchergebnissen sorgten, sowohl in negativer als auch positiver Hinsicht. Anders als bei vielen großen Updates der Vergangenheit handelt es sich dieses Mal offenbar nicht um ein sogenanntes Penalty-Update, so wie es bei Penguin oder Panda der Fall war. Damals wurden Seiten gezielt nach hinten gerückt, wenn sie gegen bestimmte Regelungen verstießen oder dem Nutzer keine positive Sucherfahrung bieten konnten. Die Folge war eine sogenannte Google-Penalty. Websites, die sich hingegen vorbildlich verhalten haben, erhielten keinen Bonus, sondern wurden vom Update ignoriert. Demnach gab es also viele Verlierer, dafür aber keine eindeutigen Gewinner.

Mit dem jetzigen Update Googles verhält es sich anders. Dieses Mal soll kein gezieltes Qualitätsproblem behoben werden, sondern eine insgesamt andere Sortierung stattfinden. Sichtbar wird dies durch die Tatsache, dass es ungefähr ähnlich viele Gewinner wie Verlierer in den SERPs gibt.

Google gibt keine genaueren Infos zu den Updates

Leider hüllt sich Google bezüglich des Updates weitestgehend in Schweigen. Da die Häufigkeit der Updates insgesamt zunimmt (derzeit erscheinen Unknown Google Updates bereits bis zu einmal im Monat), ist auch nicht mehr damit zu rechnen, dass sich das Unternehmen zu jeder kleinen oder größeren Änderung des Algorithmus äußert. Laut Sistrix lässt die Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Updates zudem darauf schließen, dass Google Rankingsignale auf Basis von aktualisierten und erweiterten Daten neu berechnet.

Eine umfangreiche Liste an Gewinnern und Verlierern zeigt Sistrix im eigenen Blogbeitrag. Darunter beispielsweise pons.com als einer der Gewinner mit einem Anstieg an Sichtbarkeit von SI 183,41 auf SI 283,83 (absoluter Gewinn 100,40).

Zu den Verlierern zählt unter anderem Facebook, dessen Sichtbarkeit von SI 989,52 auf SI 932,35 sinkte (absoluter Verlust 57,17).

Interessanterweise ist die Auswahl an Gewinnern und Verlierern sehr bunt, sodass sich daraus (bisher) kaum erkennbare Muster erkennen lassen.