SEO – auch ein Thema für Social Media?

Suchmaschinenoptimierung ist kein reines Website-Thema – die Grundsätze sind zum Beispiel auch im Bereich Social Media anwendbar. Was du tun kannst, um deinen Instagram-Account, dein Twitter-Profil oder deinen YouTube-Kanal besser auffindbar für Suchmaschinen wie Google zu machen, erfährst du hier.

Um als Marke und Unternehmen noch präsenter auf der ersten Suchergebnisseite zu sein, ist es sinnvoll, neben der Website auch Social Media-Profile für Suchmaschinen zu optimieren. Zusätzlich gilt es zu bedenken, dass jedes Soziale Netzwerk eine Suchmaschine für sich ist und dass auch innerhalb des jeweiligen Netzwerkes alles dafür getan werden sollte, um besser auffindbar zu sein.

SEO für Instagram

Das Instagram-Profil ist die neue Startseite? Ganz so extrem ist es noch nicht, aber die sogenannte „Bio“ bei Instagram sollte man keinesfalls unterschätzen. Sie ist wichtig, um den Nutzern Orientierung zu geben (Wer ist das und was bietet er?) und um neue Follower anzuziehen. Folgenden Elementen solltest du beim Anlegen und Pflegen deines Instagram-Accounts besondere Aufmerksamkeit schenken:

  • Benutzername
  • Name
  • Bio

Sind Benutzername und Name kryptisch, oder hast du relevante Keywords im Namen und im Benutzernamen verwendet? Ist deine Bio aussagekräftig? Hast du die Möglichkeit genutzt, einen Link in der Bio zu platzieren? Hast du in der Bio einen eigenen Hashtag gepostet? Hast du, falls vorhanden, einen weiteren Unternehmens-Account verlinkt?

Screenshot Instagram Profil Pandaliebe

Optimierung einzelner Beiträge über Hashtags

Neben der Auffindbarkeit des Instagram-Profils über Suchmaschinen wie Google bzw. innerhalb des Sozialen Netzwerkes selbst, kannst du aktiv zur Auffindbarkeit einzelner Beiträge beitragen, indem du ganz bewusst mit Hashtags arbeitest. Zur Recherche von den für deine Branche relevanten Hashtags kannst du verschiedene Tools einsetzen:

Hypersuggest

Das Keyword-Recherche-Tool Hypersuggest wächst und wächst und wächst. Eine Funktion nach der anderen kommt hinzu und macht dieses Tool – selbst in der kostenlosen Basis-Version – zu einem vielseitigen Helferlein. Für Instagram kannst du hier Hashtags zu einem Keyword recherchieren. Die gefundenen Hashtags werden nicht nur mit dem „Media Count“ (= Wie oft wurde dieser Hashtag bereits verwendet?), sondern auch mit dem potenziellen Suchvolumen ausgewiesen. Bei Nutzung im kostenlosen Paket werden dir zehn Hashtags angezeigt – das hilft auf jeden Fall schon weiter.

Screenshot Hypersuggest

Hashtag Explorer

Im Hashtag Explorer von Likeometer kannst du dir anzeigen lassen, welche Hashtags in Verbindung mit einem von dir verwendeten Hashtag am meisten verwendet werden. Konkrete Zahlen werden dazu nicht angegeben, aber die siehst du ja schließlich direkt bei Instagram. Besonders praktisch: die Kopierfunktion.

Screenshot Hashtag Explorer

RiteTag

Nutzt du die kostenfreie Version des Tools RiteTag (keine Registrierung erforderlich), bekommst du zu einzelnen Hashtags Statistiken der letzten 24 Stunden (Twitter und Instagram) zu sehen. In der kostenpflichtigen Variante erhältst du eine umfangreiche Analyse der letzten 30 Tage.

Screenshot Rite Tag

Twitter-Optimierung

Die Optimierung des Twitterprofils ist der Instagram-Optimierung gar nicht unähnlich. Name und Benutzername (Twitter Handle) wollen wohl überlegt sein. Beim Benutzernamen ist wichtig, dass er nicht zu lang ist – andernfalls sorgt er bei Retweets für ein massives Platzproblem. Platz ist auch in der Bio Mangelware: Die Twitter-Bio grenzt mit maximal 160 Zeichen ganz schön ein. Hier ist es besser, mit Stichworten zu arbeiten – so kann man zudem sehr geschickt Keywords platzieren.

Die wichtigsten Stellschrauben im Twitterprofil auf einen Blick:

  • Benutzername: 15 Zeichen stehen zur Verfügung, Unternehmensnamen oder Marke sollten auf jeden Fall enthalten sein. Ist der Benutzername gut zu merken? Gut, dann verwende ihn doch für alle deine Social Media-Kanäle. Du profitierst durch den Wiedererkennungswert. International aktive Unternehmen, die mit verschiedenen Länder-Accounts unterwegs sind, hängen gerne die Länderendung an den Benutzernamen an.
  • Twitter-Bio: In 160 Zeichen zu erklären, wer man ist, was man macht und wofür man steht – in vollständigen Sätzen ist das kaum möglich. Setze auf prägnante Stichworte, verwende dabei themenrelevante Keywords.
  • Website: Gib unbedingt eine URL an! Das muss gar nicht zwingend die Startseite sein. Aus rechtlichen Gründen verlinken mittlerweile viele Unternehmen direkt auf die Impressumsseite ihrer Website. Diese sollte in diesem Fall entsprechend ansprechend gestaltet sein und dem Nutzer spannenden Absprungmöglichkeiten bieten.

Ebenfalls wichtig für ein gut gepflegtes Twitter-Profil: Ein hochwertiges Profil- und Headerbild, ein sorgfältig ausgewählter angehefteter Tweet und ein authentisches Verhältnis zwischen Followern und gefolgten Accounts.

So optimierst du deinen YouTube-Channel

Nicht nur einzelne YouTube-Videos kannst du optimieren, auch deinem Channel kannst du durch ein bisschen Recherche und liebevoller Überarbeitung zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Der wichtigste Punkt dabei klingt sehr banal, ist aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit: Sorge dafür, dass die Kanalinformationen vollständig ausgefüllt sind – und aktuell gehalten werden. Formuliere eine aussagekräftige Kanalbeschreibung, die die für deine Branche relevantesten Keywords enthält. Vergiss nicht, Verlinkungen zu deinen Social Media-Profilen einzufügen.

YouTube ist nicht nur ein Videonetzwerk, sondern zugleich die größte Videosuchmaschine. Wer sich mit dem Suchverhalten und der Suchintention seiner Zuschauer beschäftigen möchte, kann dabei auf verschiedene Tools setzen:

Optimierung einzelner Videos

Es gibt bei YouTube verschiedene Rankingkriterien – einer davon ist der YouTube-Channel. Die Bedeutung der Anzahl der Abonnenten darf nicht unterschätzt werden. Ausführlichere Hinweise zur Video-Optimierung findest du in unserem Blog-Beitrag „SEO für YouTube-Videos: Die wichtigsten Ranking-Faktoren“.