Der SEO-Tool-Anbieter SEMRush hat in einer 2017 veröffentlichten Studie die nach eigenen Angaben wichtigsten Rankingfaktoren für das kommende Jahr 2018 ermittelt. Basis der Studie waren insgesamt 600.000 Keywords, wobei für jedes Keyword die Top 100 Positionen analysiert wurden. Heraus kamen 17 relevante Faktoren, die basierend auf der Studie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Nutzersignale stellen den wichtigsten SEO-Faktor dar

Als offenbar wichtigster Faktor wurden die Nutzersignale der User ermittelt. Darunter fallen insbesondere die Nutzer, die die URL direkt im Browser eingeben und demnach die Anzahl der direkten Website-Zugriffe verbessern.

Neben den direkten Website-Zugriffen spielen außerdem folgende Aspekte rund ums Nutzerverhalten eine Rolle, die vor allem etwas über die Usability und Relevanz der Inhalte aussagen:

  • Verweildauer
  • Seiten pro Sitzung
  • Absprungrate

Backlinks sind nach wie vor wichtig

Auch wenn regelmäßig das Gegenteil behauptet wird: Backlinks bleiben ein sehr wichtiger Faktor, wenn auch nicht ganz so wichtig wie Nutzersignale.

Website-Sicherheit spielt eine immer größere Rolle

Der allseits bekannte Spruch „Content is King“ greift zwar immer noch, tatsächlich wird der Faktor Sicherheit mittlerweile aber offenbar höher gehandelt. Unsichere Websites werden schlechter in Google indexiert, mit Malware infizierte Seiten werden sogar komplett aus dem Index entfernt. Das macht durchaus Sinn, zumal es das Nutzererlebnis des Suchenden im schlimmsten Fall massiv beeinträchtigt. Die SSL-Verschlüsselung ist hierbei ein wichtiges Merkmal – fehlt diese, weist der Browser außerdem sofort daraufhin, dass die Seite „nicht sicher“ ist.

Content für den Nutzer, nicht für die Maschine

Je länger der Text, desto besser? Einerseits sind umfangreiche Texte tatsächlich wichtig, andererseits führen stark gestreckte Texte und unnötig viele Inhalte aber auch dazu, dass schlechtere Nutzersignale und damit auch schwächere Rankings erzielt werden. Anders als Searchmetrics mit ca. 1.300 Wörtern pro URL in den Top 10 von Google kommt SEMRush daher auf eine deutlich kürzere Wortanzahl von durchschnittlich 750. Hier gilt: Inhalte sollten stets in erster Linie für den Nutzer optimiert werden – Keywords sind dabei natürlich dennoch entscheidend und sollten bei weiteren Stellschrauben wie dem Titel, den Meta-Daten oder Verlinkungen genutzt werden. Ebenfalls interessant: Videos werden immer relevanter und sorgen dafür, dass der User länger auf der Seite bleibt und somit automatisch positive Nutzersignale sendet.