Typische Fehler beim Erstellen eines Redaktionsplans

Ein Redaktionsplan bzw. ein Content-Kalender erleichtert die Arbeit ungemein. Allerdings werden beim Aufsetzen derartiger Dokumente immer wieder dieselben Fehler gemacht.

Mit einem Redaktionsplan zu arbeiten, bringt viele Vorteile. Alle Beteiligten haben einen guten Überblick über ein Projekt, Arbeiten erfolgen strukturiert und geplant anstatt auf Zuruf. Außerdem, wie heißt es so schön? If you fail to plan, you plan to fail.

Typischer Aufbau eines Redaktionsplans

Meist sind Redaktionspläne in Form eines Kalenders aufgebaut, in dem die zeitliche und inhaltliche Planung eines Projekts festgehalten wird. In den meisten Fällen stehen zudem Dokumentationsmöglichkeiten für die Verbreitung in verschiedenen Sozialen Netzwerken zur Verfügung. Je nachdem, wie aufwändig die Aufbereitung des Excel-Dokuments ist, können zum Teil nicht nur Status, sondern auch Fortschritt einzelner Aufgaben erfasst werden.

Häufig kommt es in Redaktionsplänen zu Fehlern

Man sollte nicht den Fehler begehen, Content- oder Redaktionspläne völlig losgelöst vom Projekt zu betrachten. Es handelt sich nicht um Dokumente, die für sich stehen, sondern die in einen Kontext eingeordnet werden müssen. Hier findest du eine Übersicht über fünf typische Fehler im Zusammenhang mit Redaktionsplänen.

Fehler Nr. 1: Verantwortlichkeiten werden nicht schriftlich festgehalten

Wer setzt eine Aufgabe um? Wer postet einen Artikel bei Facebook? Wer ist Ansprechpartner, falls es Rückfragen zu einem Text gibt? Wer koordiniert ein Teilprojekt? Diese Fragen müssen durch einen Blick auf den Redaktionsplan zu beantworten sein.

Fehler Nr. 2: Es ist nicht vorgesehen, Budgets und Kosten zu tracken

Guter Content hat seinen Preis und über Geld darf man sprechen. Bei der Betrachtung der meisten Content-Pläne bekommt man den Eindruck als würden Budgets und Kosten keine Rolle spielen. Wie willst du effizient planen, wenn du so tust, als wäre Geld kein Thema? Fürchte dich nicht vor dem Eurozeichen hinter einem Text oder einer Grafik, sondern heiße es als ein Zeichen maximaler Transparenz willkommen. Für alles, was gut funktioniert, liefern dir diese Zahlen eine perfekte Argumentationsgrundlage für die Zukunft. Für alles, was nicht gut funktioniert, übrigens auch.

Fehler Nr. 3: Learnings werden nicht direkt notiert

Die Bereiche Planung und Analyse werden in den meisten Fällen komplett voneinander getrennt. Warum eigentlich? Wäre es nicht schön, wenn du in deinem Redaktionsplan mehr Infos finden würdest als den aktuellen Status einer Aufgabe?

Fehler Nr. 4: Es wird an den Ressourcen vorbeigeplant

Man möchte regelmäßig Inhalte veröffentlichen und verteilt diese regelmäßig über das Jahr. Was nicht passieren sollte, aber immer wieder passiert: Die Veröffentlichung von Inhalten wird auf Tagen geplant, an denen eigentlich keiner arbeitet. Unternehmen, die ihre Content-Planung eigentlich auf Werktage einschränken müssten das Wochenende außen vorlassen. Was hilft: Nicht nur das Datum im Redaktionsplan festhalten, sondern auch den Wochentag.

Fehler Nr. 5: Auswertungen erfolgen rein quantitativ

In vielen Redaktionsplänen wird mit zusätzlichen Tabellenblättern gearbeitet, über die eine quantitative Auswertung erfolgt. Was bringt es dir am Ende des Jahres, wenn du weißt, wie viele Texte insgesamt veröffentlicht wurden oder wie viele Beiträge du bei Facebook gepostet hast? Nicht viel. Quantitative Daten sind gut und wichtig, aber qualitative Daten wären aussagekräftiger – insbesondere, wenn man sie sinnvoll mit den quantitativen kombiniert. Überlege vorab, welche KPIs für dein Projekt aussagekräftig sind und versuche das Thema Monitoring mit in den Redaktionsplan zu integrieren.

Warum Vorlagen meist ungeeignet sind

Online finden sich zahlreiche kostenlos erhältliche Vorlagen für Content Kalender und Redaktionspläne. Alles, was als PDF angeboten wird, dient höchstens als Inspiration für die saisonale Themenzuordnung über das Jahr. Interessanter wird es bei Excel-Dokumenten – jedoch muss man selbst bei diesen sagen, dass man sie lediglich als Vorlage betrachten sollte und nur in den wenigsten Fällen 1:1 nutzen kann. Denn: Jedes Projekt ist anders und die Rahmenbedingungen des jeweiligen Projekts müssen sich selbstverständlich auch im Redaktionsplan spiegeln. Hast du eine Vorlage gefunden, die dir prinzipiell gut gefällt, baue sie nach, individualisiere sie und mache sie dadurch besser.

Von |2018-12-07T16:44:54+00:0028. Mai 2018|SEO|