Interstitialgeddon: Neues Google Update greift störende Pop-ups an

//Interstitialgeddon: Neues Google Update greift störende Pop-ups an

Genervt von lästigen Pop-ups auf dem Handy? Frustriert, weil Werbung die Website-Inhalte verdeckt? Dies könnte mit dem neu angekündigten Update von Google bald ein Ende haben. Interstitialgeddon, wie das Google Update genannt wird, rückt die Usability von Websites und somit die Nutzererfahrung auf Mobilen Endgeräten weiter in den Fokus.

Der Nutzer steht für Google an erster Stelle

Interstitialgeddon ist für Januar 2017 angekündigt und schließt sich nahtlos an Mobilegeddon I und Mobilegeddon II an. Das Update soll Websites mit lästigen Pop-ups und Overlay-Inhalten im Ranking bestrafen. Grund: Der Nutzer steht für Google weiterhin an erster Stelle und Google sieht dessen Nutzererfahrung insbesondere auf mobilen Endgeräten in Gefahr. Werbeformate, die den Nutzer davon abhalten direkten Zugriff auf die Website-Inhalte zu bekommen, sollen verschwinden. Das Bewegungsprofil eines Nutzers im Netz wird somit optimiert. Lästige Unterbrechungen durch Werbung sollen der Vergangenheit angehören.

Pop-ups

Screenshot eines Pop-ups auf m.spiegel.de

Trend zum barrierefreien Zugriff auf Informationen

Schon mit den Accelerated Mobile Pages (AMP) und mit der Abstrafung von Vollbild-Overlays hat sich der Trend hin zum barrierefreien Zugriff auf Informationen weiterentwickelt. Außerdem stufte Google bereits im November 2015 Websites, die mit einem vollflächigen Overlay-Banner Ihre App bewarben, als nicht mobilfreundlich ein.

Informationen sollen dem Nutzer schnell und direkt angezeigt werden. Mit Interstitialgeddon geht Google seinen Weg weiter und gibt Website-Betreibern mehr und mehr vor, ihre Websites für den Nutzer zu optimieren.

Was müssen Website-Betreiber jetzt beachten?

Das Google Update wird vor allem Online-Tageszeitungen, Magazine und Ratgeber-Seiten betreffen. Diese produzieren hauptsächlich Content für Ihre Leser und finanzieren sich dabei über Werbeeinnahmen. Einen Großteil Ihres Traffics bekommen diese Websites über die organische Suche von Google. Die angekündigten Rankingeinbußen durch Interstitialgeddon, können zu weniger Traffic und somit weniger Werbeeinnahmen führen.

Neben den Tageszeitungen, Magazinen und Ratgebern, wird das Update auch Websites, die Ihren Newsletter mittels Pop-up bewerben möchten, betreffen.  Um Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, wird häufig auf dieses beliebte Werbemittel zurückgegriffen.

Reagieren Website-Betreiber rechtzeitig, müssen sie sich zwar nicht von ihren Rankingplatzierungen verabschieden, aber von drei Pop-up-Formaten und deren Werbeeinnahmen. Folgende drei Pop-up-Formate wurden von Google, als „Störend“ für den Nutzer eingestuft:

  1. Werbebanner, die beim Einstig auf die Website oder nach einiger Zeit aufpoppen und sich über die Hauptinhalte legen
  2. Standalone-Interstitials, die erst bei Klick auf das bekannte X verschwinden
  3. Vollformat Banner innerhalb des Contents, die die gesamten Inhalte im sichtbaren Bereich verdrängen

Andere kleinere Pop-ups, wie Cookie-Richtlinien dürfen bestehen bleiben. Sie ermöglichen dem Nutzer weiterhin direkten Zugriff auf den Hauptinhalt einer Webseite und sind somit nicht vom neuen Google Update betroffen.

Moblie first, User first, Content first: Wie geht es weiter?

Möchte man mit seiner Website im Google-Ranking eine Rolle spielen, sollte man spätestens jetzt seine Website mit den Augen der Nutzer betrachten. Usability-Tests, Nutzer-Befragungen sowie Auswertungen der Nutzersignale können dabei helfen. Google wird seinen Weg fortsetzen und dem Nutzer nur diejenigen Websites präsent anzeigen, die für seine Suchanfrage das beste Ergebnis liefern und das schnell, direkt und in der richtigen Qualität.

Von |2018-03-16T14:54:59+00:0025. August 2016|SEO|