Arbeiten mit Künstlichen Intelligenzen – 7 Google-Grundsatzregeln

Die künstliche Intelligenz ist auf vielerlei Arten auf dem Vormarsch, sei es in sozialen Medien, Suchmaschinen oder anderen Einsatzgebieten. Grund genug, ein solides Regelwerk für ihren Gebrauch zu etablieren.

Künstliche Intelligenz bei Google – 7 wichtige Grundsätze

Der Suchmaschinenriese Google hat sich bereits vor über zwei Monaten mit dem Thema KI auseinandergesetzt und insgesamt 7 Grundsatzregeln zum richtigen Umgang erstellt. Erst jetzt finden sich die übersetzten Richtlinien auch im deutschen Googleblog.
Grundsätzlich handelt es sich bei einer KI um eine besondere Art der Programmierung, die lernfähig und anpassungsfähig ist. Google nutzt entsprechende KI, um die hauseigenen Produkte stetig zu optimieren und seine Dienstleistungen noch gezielter für den Nutzer bereitzustellen. In der Umsetzung kann das zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

  • Spamfreie und leichter zu verfassende E-Mails
  • Digitale Assistenten, mit denen der Nutzer sprechen kann
  • Automatische Bearbeitungs- oder Suchfunktionen bei Fotosu.v.m.

Regeln für die Arbeit mit KI bei Google

Da Künstliche Intelligenzen immer stärker in unseren Alltag eingebunden sind, wurden seitens Google erstmals eigene Richtlinien veröffentlicht, die sowohl in Deutschland als auch weltweit zum Einsatz kommen (bei den hauseigenen Produkten und Dienstleistungen):

1. Nutzen für die Gesellschaft
2. Vermeidung der Entstehung oder der Verstärkung unfairer Tendenzen oder Voreingenommenheiten
3. Sicherheit geht vor – bei der Entwicklung und im Einsatz von KI
4. Menschliche Verantwortlichkeit
5. Berücksichtigung von Datenschutz- und „Privacy by Design“ Prinzipien
6. Hohe Standards wissenschaftlicher Fachkompetenz
7. Einsatz im Einklang mit diesen Prinzipien

Weitere Details zu den einzelnen Richtlinien hier: https://germany.googleblog.com/2018/08/google-ki-prinzipien.html

Warum braucht es Grundsatzregeln für die Arbeit mit Künstlichen Intelligenzen?

Hauptgrund für die Entstehung jener Grundregeln war ein Vorfall einige Monate zuvor, bei dem das Unternehmen Google maßgeblich beteiligt war. Unter dem Namen „Maven“ unterstützte Google damals ein Militär-Projekt, welches massive Proteste auslöste. Im Zusammenhang mit dem Projekt wurden Künstliche Intelligenzen zu militärischen Zwecken eingesetzt, konkreter für die Auswertung von Drohnenbildern.
Sowohl für Mitarbeiter als auch Beobachter überschritt der Suchmaschinengigant damit eine gefährliche Grenze, beugte sich aber schließlich nach langen Protesten der Kritik und kündigte an, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Mit den jetzigen Grundsatzregeln unterstreicht Google diesen Ansatz noch einmal.