Immer mehr Websites nutzen AdBlocker-Erkennung

Laut einer Studie aus den USA verwenden immer mehr Unternehmen wirksame Softwarelösungen zur Erkennung von AdBlockern. Nutzer, die mit Hilfe eines AdBlockers aktiv versuchen Werbeeinblendungen zu unterdrücken werden mit Hilfe solcher Lösungen erkannt. Je nach eingesetzter Lösung werden Inhalte versteckt oder andere Arten von Werbeeinblendungen speziell für AdBlock-Nutzer dargestellt.

Im Rahmen der US-Studie „Measuring and Disrupting Anti-Adblockers Using Differential Execution Analysis“ wurden die Websites der größten US-Unternehmen auf AdBlocker-Erkennung geprüft. Mehr als 30 Prozent der Webseiten aus den Top-10.000 setzen demnach eine AdBlocker-Erkennung ein.

Das Katz-und-Maus-Spiel der letzten Jahre scheint aktuell auch in Deutschland in eine neue Runde zu gehen. Technologien zur Erkennung von Werbeverweigerern werden immer beliebter bei Betreibern von kostenfreien Online-Angeboten. Nicht nur Verlage sind auf die Werbefinanzierung ihrer Online-Angebote angewiesen.

Verliert am Ende der Nutzer?

Als Nutzer derartiger Angebote sollte man sich die Frage stellen, was einem fehlen würde, falls dieses Angebot eingestellt wird. Gleichzeitig ist die Werbeindustrie aufgerufen, die Werbung weniger aggressiv und aufdringlich zu gestalten. Stört die Werbung eigentlich nur und lässt sich nicht schließen und jubelt dem Besucher einer Seite ungewünschte Inhalte unter, so wird der Streit in den nächsten Jahren vermutlich eskalieren. Werden deshalb kostenfreie Online-Angebote eingestellt, sind wir alle die Verlierer. Wie so oft ist ein gesundes Maß an Toleranz & Akzeptanz auf beiden Seiten vermutlich die beste Lösung.

Von |2018-03-22T15:02:56+00:0024. Dezember 2017|Advertising|